Tagwache um 6 Uhr. Frühstücken und Rucksack packen. So konnten wir um 07:15
bei 11° und zaghaften Sonnenschein das Quartier verlassen. Von der gestrigen
Planung wussten wir, es wird eine anspruchsvolle Etappe. Sowohl von der
Entfernung als auch von den Höhenmetern. Dazu kam, dass es laut Wanderbuch
auf dieser Etappe keine Einkehrmöglichkeit gibt. Umso mehr waren wir überascht
als nach ca 8 km ein kleiner Kiosk auftauchte. Wir belohnten diese Idee des
Bauern damit, dass wir Eiskaffee und Muffin konsumierten. Ansonsten naschten
wir von Himbeeren- und Ribiselsträuchern.
Nach etlichen Brückenüberquerungen und Zaunkletterstellen näherten wir uns
allmählich dem Campingplatz. Leider stimmte hier nicht mehr die Naviroute mit
dem Naturgelände überein. Nach zweimaligen Zurückgehen ohne brauchbaren
Ergebnis, beschlossen wir trotzdem die Naviroute zu nehmen. So mussten wir
schließlich 30 Meter Wildnis durchlaufen um wieder auf einen Weg zu kommen.
Um 17 Uhr erreichten wir den Campingplatz. Auf Grund der Strapazen leisteten
wir uns im Campingrestaurant eine Pizza. Man hat und nicht gesagt wie groß die
Pizza ist. Es hätte sehr wohl eine Pizza für beide gereicht. Wir nahmen aber die
Reste mit. Wer weiss, ob es morgen eine Einkehrmöglichkeit gibt.
Die heutige Etappe - trotz der Anstrengungen - war für mich bisher die schönste
Etappe. Vorwiegend Wald- und Wiesenwegen mit herrlichen Ausblicken.
Morgen geht es weiter!