Die Nacht am Campingplatz war sehr ruhig. Kein Wunder
bei einer belegten Hütte (das waren wir), 3 Camper und
einer der ein Zelt aufgeschlagen hatte. Von der
Infrastruktur war ja alles da, aber alles schon etwas
heruntergekommen. So ließen sich mitunter Türen nicht
mehr richtig schließen. Es störte uns nicht, irgendwie
fühlten wir uns am Morgen alleine auf dem Campingplatz. Wasserkocher war
vorhanden, somit konnten wir uns einen Kaffee machen und Frühstück hatten wir ja
am Vorabend eingekauft. Wir legten um 07:15 Uhr los. Noch war es trocken, aber
der bereits gestern angekündigte Regen wird nicht ausbleiben. Um 08:30 Uhr
begann es dann zu regnen. Und dieser Regen hielt bis auf ein paar kurze
Momente den ganzen Tag an. Man legt weniger Pausen ein, mangels trockener
Rastplätze. Dennoch legten wir eine kurze Rast bei einer Quelle ein. Es war
gerade kurze Regenpause. Die nächste Pause bei Søre Ål Kirke, wo eine Bank
unter einem Vordach stand. Diese Pause nutzten wir zur Stärkung mit einem
Cider der sich noch im Rucksack befand.
Dazu eine Bemerkung: Dosen und Plastikflaschen sind alle mit Pfand behaftet.
Also nehmen wir immer Leergebinde mit bis zum nächsten Supermarkt. Dort
geben wir sie im Automaten zurück. Und der Clou bei der Sache, man kann immer
auswählen ob man einen Pfandbon will oder den Pfand dem Roten Kreuz spendet.
Wir spendeten immer. Ob sich dass wohl auch in Österreich realisieren läßt?
Die dritte und längste Pause machten wir bei einer Tankstelle mit Imbissbetrieb.
Ursprünglich wollten wir nur einen Kaffee trinken. Als wir die Schilder hinter dem
Pult sahen, kam plötzlich der Hunger. Ein Hamburger für Heidi, für mich Chicken
Wings mit Pommes.
Danach weiter im Regen bei der Lillehammer Kirke noch einen Stempel abholen
und dann zum Hotel am Bahnhof. Nach der Regenierungsphase - einschließlich
Dusche - machten wir uns am Weg zum Egon Restaurant für ein Abendessen.
Ein verregneter - trotz alledem fantastischer Tag - findet seinen Ausklang.