Tivo - Pontecesures
Heute steigen wir erst um 7:30
Uhr aus den Betten. Somit gehören zu den
letzten. Für Vormittag war gestern Regen
angesagt, davon aber keine Spur. Stark
bewölkt bei 14°. Während andere Pilger ihre
Jacken auspackten, freute ich mich über die
angenehme Temperatur. Nach Einnahme des
Herbergenfrühstücks machten wir uns auf den
Weg. Wir rechneten damit, dass eine Einkehr
sehr schwierig sein wird. Es ist Sonntag und
damit fraglich was offen haben wird. Nach 2 Kilometer erreichen
wir die Stadt Caldas de Reis. Alles was es dort um 09:00 Uhr zu
sehen gibt sind Pilger. Die Touristeninfo hatte auch schon
geöffnet. Viele Pilger standen Schlange um einen Stempel für den Pilgerpass zu
erhaschen. Wir zogen ohne Stempel weiter. Nach 7 Kilometer (in Carracedo) war
ein Hinweisschild auf eine Bar in 30 Meter. Diese 60 Meter hätten wir uns sparen
können, denn die Bar war geschlossen. Nach weiteren 2 Kilometern gab es
endlich die erste geöffnete Bar. Dementsprechend groß war der Andrang. Wir
hatten Zeit, also nutzten auch wir die Bar für eine Pause. Es ging dann ein Stück
neben der Autobahn entlang, bis der Weg in einen Wald führte. Aufpassen musste
man heute sehr auf die Radfahrer. Den Jakobsweg müssen sich Füßgänger und
Radfahrer teilen. Eine Herausforderung für beide. Wobei der Waldweg teilweise
auch noch steil bergab geht. Bei Kilometer 14 gibt es noch eine Rast in Ponte
Valga. Mittlerweile ist auch wieder die Sonne hervorgekommen und es wird
zunehmend wärmer. Um 14:00 Uhr erreichen wir unser Quartier „Casa do
Horreo“. Nach einer schnellen Dusche und anschliesendem Wäschewaschen
machte wir vom Kühlschrank des Gastgebers gebrauch. Als Dank brachte er uns
plötzlich einen kleinen Teller Paella, die mit heißhunger dankend angenommen
wurde. Sodann beschlossen wir, noch einen kleinen Ausflug (ohne Gepäck) zum
Kloster Herbón zu unternehmen. So legten wir noch zusätzliche 6 Kilometer
zurück (diese scheinen nicht in den Kilometern der Schuhe auf). Nach der
Rückkunft suchten wir noch die nächstgelegene Tankstelle auf, um etwas fürs
Abendessen zu besorgen. Es gab kein Lokal in der
Nähe!
Somit gab es ein bescheidenes Pilgermal.
Noch 2x schlafen, dann sind wir in Santiago de
Compostela
Draufgabe