Heute ist der 30. Tag unserer Wanderung. Es zeigt sich Schönwetter und so
beschließen wir die Teilstrecke vom Sonntag, die aus Witterungsgründen mit
der Straßenbahn getätigt wurde, Heute nach zu holen (daher Etappe 28a). So
nehmen wir wieder die Straßenbahnlinie 9 und fahren in entgegensetzter
Richtung nach Herlofsonløypa. Es war eine schöne Wanderung. Herrliches
Wetter und kein schwerer Rucksack zum Tragen. So hatten wir die Strecke bis
Skansen bald geschafft. Wir gingen weiter bis zum Pilgerzentrum, welches
ohnehin am Weg lag. Dort machten wir Pause, ehe wir die steile Straße zu
Kristiansten festning hinaufstiegen. Die Straße geht so steil hinauf, dass es
sogar eine eigene Radfahrhilfe gibt. Leider war dieses Anlage defekt, so dass
wir nicht sahen wie es funktioniert. Das Hauptgebäude oben auf der Festung
wird derzeit renoviert und ist eingehüllt und geschlossen. Die Aussicht auf dem
Gelände Richtung Stadt war aber ausgezeichnet. Danach gingen wir
Mittagessen. Wir wollten was typisch Norwegisches. So kehrten wir im
Gasthaus Baklandet Skydsstation ein. Ein kleines altes Gasthaus aber gut
besucht. Die Essensbestellung und Bezahlung erfolgt online übers Handy. Wir
bestellten uns Reinsdyrsgryte und Bier dazu. Es funktionierte! Wir brauchten
nicht lange zu warten bis unser Essen serviert wurde.
Zum Abendessen bedienten wir uns wieder im Hotel mit Gratiswaffeln.
Abschließend zur Reise: Mit den Wetterverhältnissen waren wir mehr als
zufrieden. Bei 30 Tagen nur 5 mal den Regenmantel zu benötigen ist für
Norwegen sicher einzigartig. Die höchste Temperatur war mal 26°, die niedrigste
2°. Es war für mich zugegeben mitunter sehr anstrengend. Aber jeden Tag wo du
dein Etappenziel erreichst sind alle Mühen vergessen. Jene Emotionen die
ausbrechen wenn du das Endziel erreicht hast, sind unbeschreiblich.
Dank an alle, die interessiert meine Berichte verfolgt haben. Ich weiß, dass man
mit Fotos nur einen kleinen Eindruck von dem weitergeben kann den man selbst
erlebt hat. Sollten Fehler in den Texten vorhanden sein, bitte ich um
Entschuldigung. Teilweise ist es bei der Berichterstellung sehr spät geworden.
Dank auch an meine Begleiterin Heidi, die immer für ein nettes Quartier sorgte.
Ein ganz besonderer Dank an meine Gattin. Ohne deren Verständnis für mein
Wanderprojekt diese Reise nicht möglich gewesen wäre.
Morgen um 8 Uhr Früh treten wir die Heimreise an.