Tagwache um 6:30 Uhr. Ein norwegischer Sommertag kündigt sich an. Kurz nach 8
Uhr machen wir uns auf den Weg. Da eine Bootsfahrt über den Fluss nicht möglich
ist (der Betreiber ist schon in der Wintersperre), sind wir gezwungen einen 3
Kilometer Umweg über die Brücke zu nehmen. Wieder am Originalweg
angekommen, machen wir erstmals eine Rast. Denn es heißt, teilweise steil auf
250 m Höhe zu wandern. Bei dem Kilometerstein 14 km bis Nidaros machen wir
eine längere Pause. Nach weiteren 1,5 km erreichen wir die Wintersportanlage
Granåsen skisenter. Auf dieser Anlage finden im Winter Skisprung, Langlauf und
Biathlon statt. Man merkt schon die Nähe zu Trondheim denn es sind viele
Wanderer unterwegs. Es dürfte sich um ein ausgesprochenes Naherholungsgebiet
handeln. Auch hier finden wir noch eine Rastbank, die aber nur kurz genutzt wird,
denn es zieht ein Gewitter auf. Donner ist bereits zu hören. Nach diesem
Skicenter geht es nochmal aufwärts, sogar Almzäune müssen noch überklettert
werden. So erreichten wir das Restaurant Lian. Der Parkplatz war zwar voll -
vermutlich von den Wanderer - aber das Restaurant hatte geschlossen. Von hier
ging es nur mehr abwärts. Als wir an der Straßebahnhaltestelle Herlofsonløypa
ankommen nutzen wir für rund 7 Kilometer diese. In Skansen stiegen wir aus. Vor
der Haltestelle ein JOKER Supermarkt. Jetzt wäre ein Bier gerade recht. Die
Entäuschung war groß als wir feststellen mussten, dass Sonntag keine
alkoholischen Getränke verkauft werden dürfen. So begnügte ich mich mit einem
alkoholfreien Radler. Danach schlugen wir den direkten Weg zum Hotel ein. Aus
dem angekündigten Gewitter ist doch nichts geworden. Hatte ich gestern noch
geschrieben, dass dies unsere letzte Etappe ist, muss ich mich nun korrigieren.
Denn der Weg endet schließlich beim Nidarosdomen. So werden wir morgen noch
vom Hotel zur Ila Kirche gehen und von dort den Rest des Weges zum Dom
Wandern. Also dranbleiben.