Es hatte die ganze Nacht geregnet und in der Früh war es nebelig. Trotzdem
hatten wir 9°. Bereits um 7:20 nach dem Frühstück starteten wir los. Wir wussten
es wird eine Etappe ohne Einkehrmöglichkeit. Es gilt auf 442m Höhe
raufzuwandern durch ein großes Areal Hochmoor. Vom Bauernhof weg geht es
mal 3 Kilometer eine Schotterstraße entlang, bevor es in den Wald geht. Nach 2
Kilometer nutzte ich das Vordach des Schützenvereins um mich des
langärmeligen T-Shirt zu entledigen. Angesichts des Aufstieges war ich zu Warm
angezogen. Bis zum Hochmoor gab es immer wieder zwischendurch auch
Schotterwege. Im Hochmoor selbst war die Wanderung sehr schwierig. Obwohl
viele Teilstrecken mit Holz ausgelegt wurden, war trotzdem Konzentration
gefragt. Die Bretter war wegen des nächtlichen Regens nass und sehr rutschig.
Nach 11 km sahen wir einen Wegweiser zu einem Rastplatz 200m abseits vom
Weg. Das machte uns neugierig und wir stapfen durch sumpfiges Gebiet zu dem
Rastplatz. Ein schöner Ort, es hat sich gelohnt. Nach 16 Kilometer sind wir zwar
aus dem Hochmoor draußen, dennoch folgten noch einzelne Waldstücke mit
tiefem Boden. 4 Kilometer vor dem Etappenziel begann es dann noch zu regnen.
Gegen 16:15 erreichten wir dann die Herberge. 2 Pilger der gestrigen Herberge
waren bereits da, zwei kamen ca 45 später dazu. Diese hatten am Weg fleißig
Eierschwammerl (pardon Pfifferlinge) sowie Heidelbeeren, Preiselbeeren und
Ribisel gepflückt. Auch noch dazu kam eine norwegische Pilgerin. Somit waren
wir 4 Deutsche, 1 Norwegerin und wir 2 Österreicher.
Alle außer mir, mussten ihre Schuhe an die Trockengeräte hängen. Nur meine
Schuhe waren innen ganz trocken. Sehr gutes Material!
Um 19 Uhr kam der Verwalter der Herberge und lud uns zu einer Kirchenführung
ein.