Um 07:00 ist es etwas kühl. So ziehe ich neben dem Kurzarmleibchen auch noch
Die Ärmel an. Wir wandern um 7:45 los. Wir haben rund 2,5 km zu gehen um
wieder zum Olavsweg zu gelangen. Weiter 2 km eine Straße bergauf bis wir
schließlich in den Feldweg einbiegen. Bald darauf legten wir eine kurze Pause ein.
Es waren nähmlich Ribiselsträucher vorhanden und die nutzten wir für ein 2.
Frühstück. Obwohl der Weg gut markiert ist, haben wir offensichtlich einen
Wegweiser übersehen. Merkten es allerdings schnell und kämpften uns im
Gelände zurück auf den Weg. Wir kämpften uns rauf auf 800 m Seehöhe wo wir
einen Rastplatz vorfanden den wir auch in Beschlag nahmen. Weiter zum höchst
gelegenen Punkt des Tages bei 1200m Seehöhe. Für den Anstieg war das Wetter
auf meiner Seite. Maximal 12° bei wenig Sonnenschein. Schließlich bis auf wenige
Ausnahmen wieder runter auf 940m Seehöhe zur Herberge Fokstugu Fjellstue.
3 Tage vorher hatten wir noch Respekt vor diesem Abschnitt. Wir überlegten
sogar, ob wir dies umfahren können. Aber als wir den Campingplatzbeteiber
fragten wie schwierig es wirklich ist auf das Dovrefjell zu gelangen, meinte er
„oben angekommen ist jede Mühe vergessen“, er hat recht gehabt. Obwohl
Kilometerweit nichts ist, ist die Landschaft phantastisch. Es wäre schade
gewesen, hätten wir diese Mühe nicht auf uns genommen.
Seit der heutigen Wanderung schreckt uns keine Steigung mehr.
Da die Herberge weit und breit die einzige ist, sind auch viele Pilger hier zu
besuch. Trotzdem ist es ein selbstversorger Quartier. Also wieder Suppe und
Fischbrot.