Heute schliefen wir bis 7:30 Uhr. Es war regen angesagt. So planten wir wieder
eine Busfahrt bis Otta. Der erste Bus fährt um 11:15 ab. Als wir gefrühstückt und
gepackt hatten, sah es nicht nach Regen aus. So beschlossen wir, vorerst los zu
gehen und ab Otta eventuell den Bus zu nehmen. Die erste Rast machten wir kurz
vor Otta bei einer Tankstelle. Zu unserem Erstaunen war an die Tankstelle eine
Konditorei angeschlossen. Und zwar eine gleichlautende Filiale wie wir sie vor 2
Tagen in Kvam besuchten. Also nichts wie rein. Bei Kaffee und Gebäck stärkten
wir uns für die nächsten Kilometer. So gestärkt machten wir uns weiter auf den
Weg. Wir nahmen keinen Bus in Otta. Bei der Sel kirke gab es nur einen kleinen
Stop um einen Stempel für unseren Pilgerpass zu bekommen. Nach rund 8 km gab
es wieder eine kurze Rast an einer Bank/Tisch kombination. Allerdings blieben wir
nur kurz, da es bereits nach baldigen Regen aussah. Als nächstes kamen wir beim
Mittelalterzentrum vorbei. Auch hier gibt es eine Übernachtungsmöglichkeit in
Hütten ohne Strom und kleinen Betten. Ein idyllischer Ort, aber für uns
ungeeignet. Weiter geht es noch 900 Meter bis zur Nord-Sel kirke. Auch hier holen
wir uns einen Pilgerstempel. Ich fürchte der Pilgerpass wird zu klein für alle
Stempel bis Trondheim. Nun sind wir gegen unseren Plan vom Vorabend bereits
über 24 km gewandert. Bis zum Etappenziel (Vollheim Camping) sind es noch 12
Kilometer. Nun ist es doch an der Zeit für den Rest des Weges den Bus zu nehmen.
Übrigens ist das Busfahren im Gegensatz zu den anderen Kosten sehr preiswert.
Wir haben bisher für jede Fahrt pro Person 10 Kronen bezahlt. Ich habe in
Österreich noch keine Buslinie gefunden mit der ich unter € 1,- 20 Kilometer weit
fahren könnte! Um 17:30 erreichten wir den Campingplatz. Heidi hatte am
Vormittag eine Hütte reserviert. Wir staunten nicht schlecht, es handelte sich um
eine ganze Wohneinheit mit Küche, Schlafzimmer und eigenen Bad. Zum
Abendessen gab es Packerlsuppe und Fisch aus der Dose. Jetzt ist es längere Zeit
vorbei mit Busfahrten. Morgen haben wir aus Quartiergründen eine kurze Etappe
bevor wir auf die Hochebene aufsteigen.