Die Nacht in der Hütte war ruhig und erholsam. Um 6:45 Uhr war Tagwache. Es
war stark bwölkt und für Heute Regen angekündigt. Noch regnete es zwar nicht,
trotzdem bereiteten wir die Regnmäntel vor. Zum Frühstück machten wir uns
Löskaffee und Leberpastetenbrot. War noch in unseren Rucksäcken vorhanden.
Auch heute müssen wir mit dem was wir noch haben auskommen, da keine
Einkaufmöglichkeit auf der Strecke vorhanden ist. Als wir um 8 Uhr
losmarschieren setzt leichter Nieselregen ein. Nach ca 15 Minuten konnten wir
aus den Regenmäntel wieder herausschlüpfen, ließen sie aber am Rucksack
hängen um jederzeit sofort wieder hinein schlüpfen zu können. Bei der heutigen
Etappe gab es in regelmäßigen Abständen stets Himbeeren am Wegesrand an
denen wir ständig naschten. 2 Stunden später begann es wieder leicht zu nieseln.
Eigentlich war ideales Wanderwetter. 15° Lufttemperatur, keine Sonne und wenig
Regen. Um 12 Uhr wagten wir uns auf ein privates Grundstück zu einer
überdachten Hütte. Wir hatten noch 1 Dose Bier, Zitronensaft und Wasser woraus
wir einen Radler mischten. Dazu gab es Nüsse die ich von zu Hause mitgenommen
hatte. Um 13:45 begann es dann heftig zu Regnen. Bis 14 Uhr mussten wir den
Regen hinnehmen, dann fanden wir Unterstand bei einem Sportplatz. Eigentlich
wollten wir Heute die 30 Km Grenze schaffen, aber wir überlegten angesichts des
Wetters ob wir nicht doch schon früher Unterkunft suchen sollen. Vorerst machten
wir Rast. Zum Trinken hatten wir noch Cola, Zitronensaft und Wasser sowie noch
Nüsse zum Essen. Nach einer halben Stunde hörte der Regen auf und plötzlich
kam die Sonne durch. Da es heute zum größten Teil Bergab ging und und die
Anstiege sich in Grenzen hielten (oder sind wir sie schon gewohnt?), beschlossen
wir uns noch nicht mit der Quartiersuche zu beschäftigen. Um 16 Uhr bei der
Kolbu-Kirche hatten wir die Wahl bis Hoff zu gehen (noch 10 Km) oder bereits in
Lena (6,5 Km) die Herberge zu nehmen. Schließlich fiel die Wahl auf Lena, wo noch
ein Zimmer frei war. 31 Kilometer sind ohnehin genug. Da Sonntag ist und die
Supermärkte geschlossen haben, gingen wir noch zur 600 Meter entfernten
Tankstelle um doch noch ein Bier zu bekommen. Leider dürfen in Norwegen die
Tankstellen keinen Alkohol verkaufen und alkoholfreies Bier hatten sie auch nicht.
So gingen wir wieder zur Unterkunft zurück und begnügten uns mit
Zitronenwasser.
Mal sehen was morgen der Tag bringt!